Guck mal, was da glänzt: Glänzende Rendite bei Gold

Gold, so lautet ein häufig gehörtes Argument gegen das gelbe Edelmetall, werfe keine Rendite ab. Je genauer man allerdings hinsieht, desto fragwürdiger wird das Argument. Die historische Preisentwicklung zeigt, dass Gold sehr wohl Rendite abwirft und darüber hinaus noch etwas bietet, was keine verzinsliche Geldanlage bieten kann: echten langfristigen Inflationsschutz.

Die Goldpreisentwicklung: wichtige Meilensteine

Noch während des 2. Weltkriegs wurden im Jahr 1944 die Weichen für die weltweite Finanzordnung der Nachkriegszeit gestellt. Dazu gehörte neben der Einrichtung des IWF auch die Bindung der weltweit wichtigsten Währung US-Dollar an Gold und zwar zum Preis von 35 Dollar je Unze. 

Da die Notenbanken das taten, was Notenbanken im Grunde immer machen, nämlich massiv Geld drucken, kam es schnell zu einer spürbaren Diskrepanz zwischen dem offiziell festgesetzten Preis und dem realen Preis von Gold, der sich in einem freien Markt entfaltet hätte. In den 70er Jahren musste die Bindung des Dollars schließlich gekappt werden und der Goldpreis legte einen atemberaubenden Bullenmarkt hin. Das Hoch im Jahr 1980 lag bei 850 Dollar. 

Es folgte eine langandauernde Schwächephase in der der Goldpreis schließlich 1999 bis auf einen Wert von 255 Dollar fiel. Dies war der Startpunkt für den zweiten großen Bullenmarkt der ab 2001 an Fahrt aufnahm und den Preis bis 2011 auf sein bisheriges Allzeithoch von 1.895 Dollar im Londoner Goldhandel katapultierte. Nimmt man die im langfristigen historischen Kontext noch nicht sehr weit zurückliegende Jahrtausendwende als Ausgangspunkt, so liegt die durchschnittliche jährliche Rendite für Gold im Bereich von 8 Prozent. 

Der direkte Vergleich der Goldpreisentwicklung mit der Entwicklung von Preisen für Aktien oder Anleihen ist auf den ersten Blick sinnvoll, hat aber Nachteile. Vordergründig bieten beide Formen der Geldanlage Inflationsschutz, wenn Sie über der Inflationsrate liegen, die laut aktuellem Harmonisierten Verbraucherpreisindex etwa 2,5 Prozent beträgt.

Der wichtige Vorteil von Gold: echter langfristiger Inflationsschutz

Der Begriff der Inflation kann aber auch anders aufgefasst werden als eine Teuerung der Konsumentenpreise, nämlich als Zuwachs der in Umlauf befindlichen Geldmenge. Diese Perspektive wählten die Vertreter der als Österreichischen Schule bekannten ökonomischen Denkrichtung wie Ludwig von Mises. 

Nach der Finanzkrise ab 2008 haben alle wichtigen Notenbanken der Welt die Geldmengen extrem angehoben und den internationalen Aktienmärkten einen ausgedehnten liquiditätsgetriebenen Bullenamrkt beschert. Aus Sicht eines „Österreichers“ ist diese lange ansteigende Preisentwicklung nichts anderes als ein Ausdruck und Folge von Inflation, nämlich der Geldmengenausweitung, nur dass sie bisher als Asset-Blase und nicht in Form stark anziehender Konsumentenpreise sichtbar ist.

Der Goldpreis ist keine Asset-Blase

Gold ist von solchen liquiditätsgetriebenen Preisanstiegen weitgehend abgekoppelt. Die Preisentwicklung von Gold als realem gegenständlichen Wert folgt – durchaus mit übertreibenden Auf und Abwärtsbewegungen – der realen Teuerungsrate und bietet deshalb langfristig einen weitaus effektiveren Inflationsschutz als es in Buchgeld notierte Aktien oder Anleihen je könnten. 

Selbst wenn eine zugrunde liegende Währung wie der Dollar oder der Euro komplett wertlos würden, behielte Gold seinen realen Wert und würde in einer neuen Währung wieder langfristig den gemäßen Ausdruck als Preis finden. Genau besehen hat von Zentralbanken ausgegebenes Geld überhaupt keinen Wert, sondern ist nur Ausdruck eines Wertverhältnisses realer Güter zueinander. Gold ist ein solches reales Gut.

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